WHEREAMiNOW (4)

Dieses kurze Video habe ich im Kunstmuseum Meran gefilmt: Ich schaue in eine Installation (Unsichtbares Kino, Bernhard Oppl 2016), die eine Publikumsanordnung darstellt. Ich selbst bin die Bühne. Ich imaginiere das Publikum, das mich ansieht. Später gehe ich an einem Bild vorbei, in welchem ich mein Gesicht sehe, wie es in ein imaginiertes Publikum schaut. Ich gehe jetzt noch einmal zur Installation und winke und gehe auf die andere Seite und schaue mir dabei zu, wie ich gewunken habe.

11.8. Meran

Nach meinem letzten Blogeintrag hat sich erstens jemand beschwert (worüber, bitte in WHEREAMiNOW (3) im Nachtrag nachlesen) und zweitens hat jemand anderes gefragt, ob ich über zwei Menschen schreibe, die über einen Spin mit einander verbunden sind, es aber nicht wissen. Ich habe Nein, eigentlich nicht geantwortet, und sie hat nachgebohrt: Über was dann? Mein Zögern hat die Frage an mich selbst aufgeworfen, warum ich eigentlich einen Blog schreibe, wenn ich das Wesentliche für mich behalten will. Gute Frage, auf die ich ohne Beobachtungsinstanz von außen nicht gekommen wäre. Das hört sich fast ironisch an, weil es so selbstverständlich sein sollte, aber was ist schon selbstverständlich?

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