Schreibworkshop auf Schloss Homburg am 20.08.2022

Warum arbeiten wir, was wir arbeiten? Was ist das überhaupt, Arbeit? Ist nur bezahlte Arbeit Arbeit? Wie sähe unsere Gesellschaft ohne die unbezahlte Arbeit aus, die täglich von vielen Menschen geleistet wird?

Bevor für die meisten der Alltag nach den Ferien wieder beginnt, bietet mein Schreibworkshop „Meine Straße der Arbeit“ auf Schloss Homburg die Möglichkeit, über das eigene Arbeiten und die eigene Arbeitsbiographie nachzudenken.

Weiterlesen
Veröffentlicht unter News

Netzwerktreffen und Lesung im Literaturhaus Oberpfalz

CZ/D Grenzen, Nachbarschaften, neue Stimmen. Deutsch-tschechische Autorenlesung

Im Rahmen des deutsch-tschechischen Netzwerktreffens, das das Literaturhaus zusammen mit dem Tschechischen Literaturzentrum und dem Adalbert Stifter Verein vom 22.-24. Juni veranstaltet, findet eine öffentliche Lesung statt. Es lesen Ulrike-Anna Bleier und Dora Kaprálová, sowie Markus Ostermair und Marketá Pilátová.

Die Lesung findet am Donnerstag, 23. Juni 2022, um 19.00 Uhr statt. Ich bin sehr gespannt auf die tschechischen und deutschen Kolleg:innen. Im Rahmen der Lesung werde ich ein paar Kapitel aus „Spukhafte Fernwirkung“ vorlesen.

Eintritt 10€, ermäßigt 7 €.

Weiterlesen

Literarische Porträts von der Straße der Arbeit

Im Frühjahr 2022 war ich vier Monate lang auf der Straße der Arbeit im Bergischen Land unterwegs, größtenteils zu Fuß. Die literarischen Porträts, die im Rahmen des Residenzprogramms stadt.land.text NRW entstanden sind, kann man auf dem Stadt.Land.Text-Blog nachlesen. Zudem werden einige der Texte in einer Anthologie veröffentlicht, die voraussichtlich im Herbst 2022 erscheint.

Werkstattlesung am 17.2. in Schwandorf – 19.30 Uhr

„Es regnet und Silvana sitzt unter dem Schirm, und eigentlich ist das ganz schön, mit dem Schirm schräg über dem Kopf den Regentropfen zuzuschauen. Wie sie sich mutig von den Streben  an die Spitzen gleiten lassen, um von dort aus in die Tiefe stürzen. Es tut auch den Augen gut, nicht immer nur auf den Boden zu schauen.“

In Ulrike Anna Bleiers Roman Spukhafte Fernwirkung treten rund 200 Figuren auf und agieren miteinander – und nicht selten auch aneinander vorbei. Ihre Wege kreuzen sich oder driften auseinander wie Parallelen auf einer gekrümmten Fläche. Erzählerin ist die Welt selbst. Sie kennt keine Hauptfigur und keine Hierarchie der Ereignisse. Sie ordnet nicht ein und bewertet nicht.

Weiterlesen

Meine Nullerjahre – Beitrag von mir auf other-writers.de

Ich sollte einen Artikel für eine pädagogische Zeitschrift schreiben. Weil ich alleinerziehend war, sollte ich Erziehungstipps für Alleinerziehende geben. Ich brauchte das Geld, also begann ich zu schreiben und stellte fest, dass ich keine Tipps für Alleinerziehende hatte. 

Weiter geht’s auf dem Blog „Other writers need to concentrate“, das sich mit Elternschaft und Schreiben auseinandersetzt.

Mentoring-Abschlussgespräche auf Zoom

»1 : 1« MENTORINGPROGRAMM FÜR NRW-SCHRIFTSTELLER*INNEN 2020/21

Das „1:1-Mentoringprogramm“ für NRW-Schriftsteller*innen 2020/21 des Literaturhauses Bonn, des Literaturbüros NRW Süd sowie des Literaturbüros NRW präsentiert in seiner Abschlussveranstaltung Nora Schramms Prosaprojekt »Über das Fliegen im Wasser« sowie Jennifer Segebrechts Romanprojekt »Muttertage«. Die Veranstaltung findet am Dienstag, 14. Dezember, um 19.30 Uhr kostenlos über Zoom statt.

Weiterlesen

Blog über das Quebec-Stipendium

Von Mitte September bis Mitte November 2021 war ich als Writer-in-Residence in Quebec (Kanada). Alle zehn Blog-Beiträge zum Kanadastipendium sind auf dem Literaturportal Bayern unter Literarische Notizen aus Quebec zu finden oder unter #WHEREAMiNOW. Auch die Blogbeiträge aus Meran (August 2021) könnt ihr dort nachlesen.

From 13th September to 12th November 2021, I was writer-in-residence in Quebec, Canada. You can find some excerpts ot my blog about the residence here.

Du 13 septembre au 12 novembre 2021 j’etai autrice en residence au Québec, Canada. On peut trouver queluques extraits de mon blogue au site web de la Maison de la Littérature Québec.

DREISTUNDENVERSCHLAFEN. Bericht aus Québec (9)

auch auf dem Literaturportal Bayern

15.11.

Die Rückreise war unspektakulär und wie ein langer ruhiger Fluss. Kein Bus, kein Flugzeug, kein Zug, nur die S-Bahn hatte Verspätung, aber das machte nichts, ich nahm eine andere. Es regnete in Strömen bei meinem Abflug in Québec, es regnete noch immer bei meiner Ankunft in Frankfurt. Am nächsten Tag wanderte ich durch das Bergische Land und ein sehr kleines Bisschen war es so, als sei ich noch in Kanada. Am Abend aß ich beim Italiener. Ich fühle mich noch immer wie in einem Zwischenraum, nicht mehr hier, noch nicht da. Heute morgen habe ich verschlafen, um genau drei Stunden. Immerhin nur die Hälfte der Stunden, die mir fehlen, seit ich zurück bin in Deutschland.

Weiterlesen

SiXHEURESPLUS. Bericht aus Quebec. (8)

9.11.

auch auf dem Literaturportal Bayern

SIXHOURSLATER habe ich den Blog zu Beginn meines Aufenthalts in Quebec genannt, und zwei Monate später nun komme ich zu dem Resumee, er hätte SiXHOURSMORE heißen müssen und noch eigentlicher SiXHEURESPLUS, denn mittlerweile spielt sich auch in meiner kleinen Welt alles auf Französisch ab, der Muttersprache von 80 Prozent aller Queber:innen. Viele sprechen zwar auch Englisch, aber nicht so gern. Nähe entsteht ja auch durch Sprache, so dass ich mich entschlossen habe, die Fragmente meines Schulfranzösisch zu reaktivieren und auf Englisch nur dann auszuweichen, wenn ich nicht mehr weiterkomme. Das hat am Anfang sehr schlecht und mit der Zeit doch erstaunlich gut geklappt und ich bin ein großer Fan der Quebecoisen Aussprache des Französischen geworden, das die Diphtonge so offen ausspricht, wie es dem Naturell der Quebecer entspricht.

Warum SiXHEURESPLUS?

Weiterlesen

SiXHOURSLATER. Bericht aus Quebec (6)

Siehe auch Literaturportal Bayern

25.10.

Wenn ich aus dem Haus gehe und ganz selbstverständlich die Rue Saint Jean hinuntergehe und der Bäcker grüßt mich beim Vorbeiehen, oder wenn ich nach Limoliou laufe und in den Aufzug du Faubourg steige und vorher schaue, ob neue Texte auf der gelben Wand dazugekommen sind; wenn ich also aus dem Haus gehe und die mir mittlerweile bekannten Wege gehe, denke ich daran, wie ich hier vor fünf Wochen ankam, das erste Mal zum Supermarkt ging, das erste Mal am Theater Periscope vorbei, das erste Mal ins Literaturhaus, dann denke ich auch daran, dass ich diese Angst hatte, die ich immer an unbekannten Orten habe. Wie ich versucht habe, mich zu zwingen, diese Angst nicht zu haben, ich sagte mir, langsam müsstest du doch wissen, wie es ist, an fremden Orten zu sein, sie tun dir nichts. Doch es half nichts.

Weiterlesen

SiXHOURSLATER. Bericht aus Quebec. (5)

auch unter www.literturportal-bayern.de.

18.10.

Eine Leserin hat mir geschrieben, dass sie einen Ort nicht nur nicht nur über optische Eindrücke oder Ästhetik definiere, sondern gerade an diesen so bezeichneten „Nicht-Orten“ Gerüche und Temperatur, Menschenmassen oder Menschenleere wahrnehme.

Weiterlesen

SiXHOURSLATER. Bericht aus Quebec. (4)

Siehe auch unter literaturportal-bayern.de

11.10.

How does a shoppingmall become a place?

In the Galeries de la Capitale, it’s a mega shoppingmall as large as a village, you will find every known and unknown chain in the world.

And also in Place Saint-Foy, I was strolling around a mall without end; that is a place, where people don’t evenhold the door open for each other. They are the same people but the place gives their encounters another meaning. One walks straight through the mall without an aim, the place makes clear what it wants. Buy, buy, buy, don’t waste time on odds-and-ends.

In contrast, on the Escalier de Faubourg one may become unintentionally involved into conversations with strangers. For example the french-spanish speaking canadian, who asks me, where I come from and if I was going to Limoliou. Yes sure. Oh well Limoliou, he responded, as we were descending the staircase, he had lived there with his wife, before she threw him out. C’est dommage, I said, and he said, nous sommes encore des amis. We are still friends.

Places are places where you can tell your sad stories as well.

So why don’t we turn malls into real places where we can tell each other our saddest stories – even if it’s just a story about the shopping malls.

Weiterlesen

SiXHOURSLATER. Bericht aus Quebec. (3)

siehe auch im Literaturportal Bayern. Oder Deutsche Version unten weiterlesen.

Place, space and placelessness

During my wild researches about place, space and identity I ran into the Canadian geographer Edward Relph. Already in the 1980s, he wrote the book Place and Placelessness, which deals with the topics of space and place and in this context he also was the first one to write about the phenomenon of placelessness. We maintain relationships to places as we do to people, but libraries are full of the latter and no one writes, let alone talks, about the former. Relph looks with growing concern at how non-places have taken over public space. Non-places are, for example, shopping malls, airports, highways, supermarkets, but also refugee camps and waiting halls in government offices – they are places whose aesthetics are defined by criteria of functionality and effectiveness. They look the same everywhere, they are immune to external influences and they do not change, in short: people who spend time there cannot identify with them.

Weiterlesen

SiXHOURSLATER. Bericht aus Quebec (2)

27.9.

Was Treppen mit nationaler Identität zu tun haben, versuche ich, in meinem Blog auf dem Literaturportal Bayern herauszufinden. Ihr könnt den Beitrag auch unten auf Deutsch lesen.

L’Escalier du Faubourg

The neckbreck stairs

Stairs are major elements of the landscape of Quebec-City, because upper town and downtown display tremendous differences in height and there are excentric stairs to connect the levels. For example, the oldest staircase in town is L’Escalier Casse-Cou translated as: the neckbreck stairs. Or L’Escalier du Faubourg, which is even more precipitous than the neckbreck stairs and which links the quarter Saint-Jean-Baptiste to Saint-Roch. Pedestrians who don’t feel like taking the stairs can use the lift on the Rue Saint-Vallier for free; its entry is hidden in a kiosk – an occurence I really deem remarkable.

Weiterlesen

#SiXHOURSLATER (1). Bericht aus Quebec.

20.9.

Deutsche Version unten weiterlesen oder unter www.literaturportal-bayern.de

Defiant songs against death

The first week I’ve strolled a lot, made photographs, read the assorted inscriptions at memorials, sculptures, places, most of them bilingual in French and English. The more recent are ones only in French, because French has been the only official language in Quebec since 1977. The memorials deal with the history and culture of Quebec, the national identity has beome a dominating topic.

Above all, during my wanderings I’ve been running into two stories that made me ponder. On the gate of Saint Jean the first canadian highway has its own memorial. Well, it wasn’t a highway then, but the Chemin du Roi, the King’s Way, inaugurated at the 5th of August in 1734, has been the first connection from Quebec to Montreal. Since I can remember I was mesmerized by highways as places inbetween, ephemeral places, not here, not there. Already in the nineties, french sociologist Marc Augé dedicated a book to those non-places. They play a crucial role in our lives, we just don’t know about it. In my personal story, highways have been an important opportunity to flee the provincial backwater and everything that was linked to it.

Weiterlesen